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Dekret 267/2016 vom 5. Juli über freizeitpädagogische Aktivitäten, an denen Jugendliche unter 18 Jahren teilnehmen.

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Die Regierung von Katalonien (Generalitat de Catalunya) besitzt laut Artikel 142 des Autonomiestatuts für Katalonien die ausschließliche Zuständigkeit im Bereich Jugend. Dies beinhaltet u.a. die Regelung, Verwaltung, Intervention und ordnungsbehördliche Aspekte hinsichtlich von Aktivitäten und Einrichtungen für Jugendliche. Gemäß Artikel 134 des Autonomiestatuts ist das Ministerium ebenfalls ausschließlich zuständig in Sachen Sport und Freizeit.

Gemäß Artikel 44.3 des Autonomiestatuts von Katalonien haben die öffentlichen Behörden den Zugang zu Freizeitaktivitäten zu erleichtern und zu fördern.

Darüber hinaus garantiert Artikel 84.2.g) des Autonomiestatuts den Gemeinden eine gewisse Zuständigkeit im Zusammenhang mit dem Gegenstand dieses Dekrets. Und im rechtlichen Bereich verfügt der Artikel 159.3.a), drittens des Gesetzes 12/2009 vom 10. Juli über Bildungsangelegenheiten, dass die Gemeinden an Verwaltungsaufgaben der Generalitat im Zusammenhang mit einigen Aspekten der Freizeitaktivitäten beteiligt werden. Auch die Artikel 19, 39, 41 und 169 des Gesetzes beinhalten Themen zur Freizeitgestaltung.

Die Generalitat de Catalunya regelt und kontrolliert seit 1985 freizeitpädagogische Aktivitäten in Katalonien und gewährleistet ihre Qualität und Sicherheit. Diese Regulierungsmaßnahme ist erforderlich, damit die genannten Aktivitäten ihren pädagogischen Zweck erfüllen und zur ganzheitlichen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen beitragen. Die Regulierungsmaßnahme wird von der Freizeitbranche unterstützt, die ein Interesse daran hat, sichere und hochwertige Aktivitäten anbieten zu können, und anerkannt, da für die Branche der Hauptansprechpartner in diesem Bereich die Generaldirektion für Jugend ist. Diese Maßnahme wird durch weitere Vorschriften der Regierung Kataloniens über die Ausbildung zu Gruppenleitern (Betreuer und Leiter) für freizeitpädagogische Aktivitäten und über die Einrichtungen, in denen die Aktivitäten ausgeübt werden, ergänzt.

Die Vorschrift mit Gesetzesrang, die derzeit diese Angelegenheit regelt, ist das Dekret 137/2003 vom 10. Juni über die Regelung der freizeitpädagogischen Aktivitäten, an denen Jugendliche unter 18 Jahren teilnehmen. Dieses Dekret ist seit 10 Jahren in Kraft, und in dieser Zeit sind neue gesellschaftliche Gegebenheiten und Bedürfnisse entstanden. Daher ist es jetzt angebracht, ein neues Dekret zu verabschieden, das einerseits operative Verbesserungen aufgrund praktischer Erfahrungen einführt, und das andererseits an die derzeit gültigen Vereinfachungs- und Rationalisierungsmaßnahmen der Verwaltung angepasst wird.

Hinsichtlich des Anwendungsbereichs beinhalt das neue Dekret alle Arten von organisierten Freizeitaktivitäten mit Jugendlichen unter 18 Jahren außerhalb der Familie und außerhalb der Zuständigkeit des Bildungsministeriums, unabhängig davon wer die Aktivität organisiert (Bewegung, Verein, Körperschaft, Institution, Behörde, Privatunternehmen oder natürliche Person). Durch das neue Dekret wird die Mindestteilnehmerzahl verringert und beginnt ab fünf Personen.

Freizeitpädagogische Aktivitäten im Allgemeinen und insbesondere solche, die im Sommer stattfinden, haben eine lange Tradition in Katalonien und tragen erheblich zur ganzheitlichen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, sowie zur Errichtung einer verantwortungsvollen und engagierten Gesellschaft bei.

Seit jeher waren Freizeitaktivitäten in Gruppen mit freiwilligen Betreuern, aktive Teilnahme und sozialer Wandel entscheidend für die Bildungsentwicklung in unserem Land. Die Gesamtheit der Pfadfindergruppen und Betreuer, Freizeitzentren und sonstige Kinder- und Jugendeinrichtungen dieser Art (rechtlich unabhängig) sind im Bereich der Jugendpartizipation und in der öffentlichen Politik unter dem Begriff Bildungsvereine bekannt. Sie bilden eine vielfältige Realität mit gemeinsamen Merkmalen, die bei jeder Regelung betreffend solche pädagogischen Aktivitäten mit Kindern und Jugendlichen zu berücksichtigen ist.

Später hat sich eine leistungsfähige, dynamische Unternehmensstruktur entwickelt, die das Bildungsangebot ergänzt. Diese Unternehmensstruktur bestand und besteht in positivem Einvernehmen mit der Freiwilligentätigkeit der Vereine. In vielen Fällen ist es zu einer bereichernden, erfolgreichen Durchlässigkeit zwischen beiden Bereichen gekommen.

Die Zusammenarbeit und Wechselwirkung zwischen Vereinen und Unternehmen hat einen hohen Wert für die Freizeitgestaltung in Katalonien, der zu pflegen und bewahren ist. Gleichzeitig ist zu gewährleisten, dass beide Akteure demselben rechtlichen Rahmen unterliegen.

Die Artikel 56, 57 und 58 des Gesetzes 14/2010 vom 27. Mai über die Rechte und Chancen von Kindern und Jugendlichen regeln jeweils die Anforderungen an Freizeitbereiche und -einrichtungen, freizeitpädagogische Aktivitäten, sowie Spiel und Sport für Kinder und Jugendliche und begründen ihr Recht auf die Ausübung und Teilnahme an sportlichen, körperlichen und Freizeitaktivitäten in einer sicheren Umgebung.

Daher wurde es für sinnvoll erachtet, den Anwendungsbereich dieses Dekrets zu erweitern, um einvernehmlich mit dem katalanischen Sportrat (Consell Català de l'Esport) Aktivitäten einzubeziehen, die sehr sportlich ausgerichtet sind, aber ähnliche Elemente wie Freizeitaktivitäten besitzen. Damit soll eine Regulierungslücke, die bisher bei solchen Fällen vorlag, geschlossen werden. Aus diesem Grunde sieht das Dekret drei neue Arten von Aktivitäten vor: Sportgruppen, Sportcamps und Sporttouren, die die gleichen Anforderungen wie freizeitpädagogische Aktivitäten zu erfüllen haben, bis auf die Berufsbezeichnungen, die spezifisch für den Sportbereich sind. In diesen Fällen ist der katalanische Sportrat Hauptansprechpartner. Ergänzend zu den Änderungen im Anwendungsbereich wird die Definition verbessert und die von der Einhaltung des Dekrets ausgeschlossenen Aktivitäten erweitert, um Verwechslungen und Probleme bei der Auslegung zu vermeiden.

Durch das Dekret wird zudem die Quote des Leitungsteams angepasst. In Gruppen mit Kindern unter 3 Jahren wird die Quote erhöht, d.h. ein ausgebildeter Gruppenleiter für jeweils acht Teilnehmer. Damit soll auf die spezifischen Bedürfnisse dieser Kinder eingegangen werden. Außerdem werden für alle Gruppen mit Jugendlichen unter 16 Jahren jeweils zwei Gruppenleiter gewährleistet, damit die Teilnehmer nicht allein bleiben, falls einer der beiden ausfallen sollte. Die Erhöhung auf einen weiteren Gruppenleiter je zehn Teilnehmer wird bei Gruppen mit 25 oder mehr Teilnehmern geändert, d.h. pro angefangene vier Teilnehmer muss mindestens ein Gruppenleiter vorhanden sein. Diese Änderung wird durch die Erhöhung der Anzahl der Gruppenleiter ausgeglichen, die einen Berufstitel besitzen müssen. Damit soll die Anzahl der Gruppenleiter mit einer spezifischen Ausbildung verstärkt werden. Des Weiteren wird Personal zur logistischen Unterstützung eingeführt, um eine klare Differenzierung zum Leitungsteam zu schaffen. Diese Personen müssen volljährig sein. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass ein Teil des Logistikpersonals zwischen 16 und 18 Jahren ist, sofern die Personen 2 Jahre älter als der älteste Teilnehmer sind, ihre Anzahl nicht mehr als 10% der Teilnehmer und höchstens 5 Personen ausmacht und ein weiteres Teammitglied zur logistischen Unterstützung volljährig ist.

Bei dem Inhalt des Dekrets wurden die Anforderungen der Verfügung BSF/192/2015 vom 18. Juni berücksichtigt, in der die Programme für die Ausbildungskurse zum/zur GruppenleiterIn und zum/zur BetreuerIn für freizeitpädagogische Aktivitäten für Kinder und Jugendliche festgelegt sind, und die Anforderungen des Gesetzes 5/2002 vom 19. Juni über Qualifikationen und Berufsausbildung, sowie die anwendbaren Normen zur Erlangung der beruflichen Befähigungsnachweise, der fachlichen Qualifikation zur Förderung von freizeitpädagogischen Aktivitäten für Kinder und Jugendliche, der Qualifikation zur Leitung und Koordination von Freizeitaktivitäten für Kinder und Jugendliche. Diese entsprechen den Berufsbezeichnungen für Betreuer und Leiter und befähigen zur Ausübung des Berufs des Erziehers in Freizeitaktivitäten. In Anbetracht des neuen Anwendungsbereichs berücksichtigt das Dekret ebenfalls das Gesetz 3/2008 vom 23. April über die Ausübung von Berufen im Sportbereich, sowie das Dekret 68/2009 vom 28. April, in dem das Offizielle Verzeichnis der Arbeitnehmer im Sportsektor in Katalonien geregelt wird.

Die Anmeldepflicht von Aktivitäten wird auf solche erweitert, die eine Dauer von mehr als zwei Nächten haben für eine bessere Überwachung im Fall möglicher Gefahrensituationen. Zugleich bedeutet dies eine Anpassung an das Gesetz 26/2010 vom 3. August zur rechtlichen und verfahrenstechnischen Regelung der öffentlichen Verwaltungen in Katalonien, und an das Gesetz 29/2010 vom 3. August über die Nutzung von elektronischen Medien im öffentlichen Sektor Kataloniens. Das Dekret sieht zudem elektronische Anmeldungs- und Genehmigungsverfahren vor.

Bei der Ausarbeitung dieses Dekrets wurde das Gesetz 13/2014 vom 30. Oktober über Barrierefreiheit berücksichtigt, um die Chancengleichheit von behinderten Kindern und Jugendlichen zu garantieren.

Angesichts des Berichts der Kommission der Gemeindeverwaltung und des Urteils des Rates für Arbeit, Wirtschaft und Soziales von Katalonien;

Auf Vorschlag der Ministerin für Arbeit, Soziales und Familie, in Übereinstimmung mit dem Urteil des juristischen Beratungsausschusses und nach Beratung der Regierung,

Erlasse ich Folgendes:



Artikel 1
Gegenstand und Anwendungsbereich
1.1 Gegenstand dieses Dekrets ist die Regelung der folgenden öffentlichen oder privaten freizeitpädagogischen Aktivitäten, die von natürlichen oder juristischen Personen organisiert oder gefördert werden, an denen mehr als vier Kinder oder Jugendliche unter 18 Jahren teilnehmen, und die in Katalonien stattfinden:
a) Zeltlager für Kinder und Jugendliche, Arbeitslager, Ferienspiele (casals), Ferienlager, Touren und sonstige, vergleichbare Aktivitäten, egal welchen Namens und welcher Merkmale.
b) Sportgruppen, Sportcamps und Sporttouren, die während der Schulferien stattfinden.

1.2 Touren, die in Katalonien beginnen oder enden, müssen den Inhalt des Dekrets während der Tage erfüllen, die durch katalanisches Gebiet verlaufen.

1.3 Folgende Aktivitäten sind davon ausgeschlossen:
a) Aktivitäten mit Familiencharakter.
b) Die durch das Gesetz 12/2009 vom 10. Juli geregelten, während der Schulzeit stattfindenden Aktivitäten von öffentlichen oder privaten Schulen, wenn Schüler zusammen mit ihren Lehrern, mit Begleitern oder ohne teilnehmen.
c) Die üblichen sportlichen Aktivitäten, Wettbewerbe, Trainings, Sport-Schulungen, die Ausbildung von Trainern und sonstige sportliche Veranstaltungen, die den unter Absatz 1 dieses Artikels genannten Aktivitäten nicht ähneln, und die vom entsprechenden katalanischen Sportverband oder einem eingetragenen Sportverein durchgeführt werden.
d) Aktivitäten, die von Wohnheimen sowie Sozial- und Bildungseinrichtungen für Kinder und Jugendliche gefördert und organisiert werden; zudem Aktivitäten, die von Lehrern an Schulen gefördert und organisiert werden, oder von Teams im offenen Strafvollzug, im Jugendstrafrecht, wenn die teilnehmenden Jugendlichen in diesen Einrichtungen betreut werden und die Aktivitäten von den Betreuern durchgeführt werden.
e) Aktivitäten, die von Mitgliedern der Jugendabteilung der freiwilligen Feuerwehr der Generalitat de Catalunya ausgeübt werden, unabhängig von ihrer Bezeichnung und ihren Merkmalen, und die durch für sie spezifische Vorschriften geregelt werden.
f) Aktivitäten, die von Spielezentren (Ludotheken) der öffentlichen Verwaltungen organisiert werden, wenn keine Übernachtung stattfindet, wenn sie in den Räumen dieser Zentren und mit den Betreuern durchgeführt werden, die diese Aktivitäten das ganze Jahr über ausüben.

1.4 Unbeschadet der vorstehenden Bestimmungen gilt für die in Absatz d) genannten Aktivitäten weiterhin die in Artikel 10 vorgesehene Anmeldepflicht.



Artikel 2
Definition der Art der Aktivitäten
Im Sinne dieses Dekrets werden die folgenden Definitionen festgelegt:
a) Zeltlager für Kinder und Jugendliche: Aktivität mit Übernachtung im Freien in Zelten o.ä.
b) Arbeitslager: Aktivität, bei der die Teilnehmer für einen bestimmten Zeitraum eine freiwillige, uneigennützige soziale oder Gemeinschaftsarbeit ausüben oder in gemeinsamen Projekten mit Non-Profit-Gruppen kooperieren mit dem Ziel, einen sozialen Wandel herbeizuführen.
c) Ferienspiele (casal de vacances): Jede Art von Aktivitäten, die während der Schulferien stattfinden, meist von Montag bis Freitag, ohne Übernachtung, und die außerhalb der Ferien nicht fortgeführt werden.
d) Sportgruppen (casal esportiu): Pädagogisches Ziel dieser Aktivität ist die Ausbildung oder Ausübung in einer oder mehreren Sportarten.
e) Ferienlager: Aktivität mit Übernachtung, bei der der Aufenthalt in einem Gebäude, Haus oder in einer festen Installation stattfindet.
f) Sportcamp: Pädagogisches Ziel dieses Ferienlagers ist die Ausbildung oder Ausübung in einer oder mehreren Sportarten.
g) Tour: Diese Aktivität besteht aus einer mehrtägigen Wanderung oder Radtour mit täglichen Übernachtungen an einem anderen Ort. Sie wird von Vereinen durchgeführt, die in der Liste der Jugendorganisationen der Generaldirektion für Jugend oder in einem ähnlichen Verzeichnis außerhalb Kataloniens eingetragenen sind.
h) Sporttour: Mehrtägige Wanderung, bei der auch durch das Dekret 56/2003 vom 20. Februar geregelte sportliche Aktivitäten in der Natur ausgeübt werden. Sie wird von Vereinen durchgeführt, die nicht in der Liste der Jugendorganisationen der Generaldirektion für Jugend oder in einem ähnlichen Verzeichnis außerhalb Kataloniens eingetragenen sind.



Artikel 3
Definitionen der an den Aktivitäten beteiligten Personen
Im Sinne dieses Dekrets werden die folgenden Definitionen festgelegt:
a) Verantwortlicher der Aktivität: Person, die die Verantwortung für die programmgemäße Ausübung der Aktivität in dem Zeitraum und am Ort der Durchführung übernimmt, unbeschadet dessen, dass die endgültige Verantwortung bei dem Veranstalter oder dem Betreiber liegt.
b) Gruppenleiter: Person, die die Aktivitäten direkt mit den Teilnehmern ausführt.
c) Leitungsteam: Team, das aus der/dem Teamleiter/in und den Gruppenleitern besteht. Alle Mitglieder des Leitungsteams müssen volljährig sein.
d) Personal zur logistischen Unterstützung: Diese Personen sind nicht direkt verantwortlich für die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen, sondern sorgen mit für einen reibungslosen Ablauf der Aktivität und kümmern sich um logistische oder infrastrukturelle Aspekte. Das Logistikpersonal muss volljährig sein. Es besteht jedoch die Möglichkeit gemäß den Bestimmungen des Artikels 4.8, dass ein Teil der Personen zwischen 16 und 18 Jahren ist.



Artikel 4
Leitungsteam, Personal zur logistischen Unterstützung und für die Aktivität verantwortliche Person
4.1 Bei allen durch dieses Dekret geregelten Aktivitäten muss ein Leitungsteam anwesend sein.

4.2 In den Gruppen sind folgende Gruppenleiter vorgesehen:
a) Bei Gruppen bis zu 24 Teilnehmern muss bei jeder Aktivität mindestens ein Gruppenleiter für je zehn Teilnehmer und ein weiterer Gruppenleiter für eine Anzahl unter zehn Teilnehmern anwesend sein, unbeschadet der Bestimmungen aus Absatz 6 dieses Artikels. Falls sich bei der Berechnung der Verhältnisse nur ein Gruppenleiter herausstellt, es in der Gruppe aber einen oder mehrere Teilnehmer unter 16 Jahren gibt, ist noch ein weiterer Gruppenleiter hinzuzuziehen.
b) Bei Gruppen mit 25 Teilnehmern oder mehr muss bei jeder Aktivität mindestens ein Gruppenleiter für je zehn Teilnehmer und ein weiterer Gruppenleiter für eine Anzahl über vier Teilnehmer anwesend sein, unbeschadet der Bestimmungen aus Absatz 6 dieses Artikels.

4.3 Bei durch das Dekret geregelten Aktivitäten mit einer Dauer von zwei oder mehr aufeinanderfolgenden Nächten, oder mit vier aufeinanderfolgenden Tagen ohne Wochenendaufenthalt im Fall der Ferienspiele oder der Sportgruppen ist ein Leitungsteam gemäß den folgenden Vorschriften vorgesehen:
a) Im Fall der Zeltlager, Arbeitslager, Ferienspiele, Ferienlager und Touren müssen mindestens 40% der Mitglieder des Leitungsteams bei Gruppen bis zu 24 Teilnehmern und 60% der Betreuer bei Gruppen von 25 oder mehr Teilnehmern (um das in Absatz 2 dieses Artikels festgelegte Verhältnis zu erfüllen) in das Offizielle Verzeichnis der Arbeitnehmer für freizeitpädagogische Aktivitäten von Katalonien im Bereich GruppenleiterIn oder LeiterIn für freizeitpädagogische Aktivitäten für Kinder und Jugendliche eingetragen sein.
b) Im Fall der Sportgruppen, Sportcamps und Sporttouren müssen mindestens 40% der Mitglieder des Leitungsteams bei Gruppen bis zu 24 Teilnehmern und 60% der Betreuer bei Gruppen von 25 oder mehr Teilnehmern (um das in Absatz 2 dieses Artikels festgelegte Verhältnis zu erfüllen) den Nachweis der Eintragung ins Offizielle Verzeichnis der Arbeitnehmer im Sportsektor in Katalonien als LeiterIn von Sportgruppen besitzen.
c) Im Fall der Zeltlager, Arbeitslager, Ferienspiele, Ferienlager und Touren muss der verantwortliche Betreuer der Aktivität in das Offizielle Verzeichnis der Arbeitnehmer für freizeitpädagogische Aktivitäten von Katalonien im Bereich GruppenleiterIn für freizeitpädagogische Aktivitäten für Kinder und Jugendliche eingetragen sein. Wenn an der Aktivität nur 24 Personen teilnehmen ist nur die Eintragung in diesem Verzeichnis im Bereich LeiterIn für freizeitpädagogische Aktivitäten für Kinder und Jugendliche erforderlich.
d) Im Fall der Sportgruppen, Sportcamps und Sporttouren muss der verantwortliche Betreuer der Aktivität den Nachweis der Eintragung ins Offizielle Verzeichnis der Arbeitnehmer im Sportsektor in Katalonien als LeiterIn von Sportgruppen besitzen oder im Berufsverband der Diplom-Sportlehrer von Katalonien eingetragen sein. Wenn an der Aktivität nur 24 Personen teilnehmen, reicht der Nachweis der Eintragung ins Offizielle Verzeichnis der Arbeitnehmer im Sportsektor von Katalonien und mindestens als BetreuerIn von Sportgruppen aus.

4.4 Die in Absatz 4.3.a) und 4.3.b) aufgeführten Anteile, die sich aus der Berechnung ergeben, sind auf die nächste ganze Zahl aufzurunden.

4.5 Die in diesem Artikel genannte Eintragung in Verzeichnisse befreit die Betreuer nicht vom Nachweis weiterer Diplome oder Berufstitel, die von ihnen aufgrund eines spezifischen Programms oder einem bestimmten Zweck bei der Aktivität rechtlich verlangt werden können.

4.6 Die für die Aktivität verantwortliche Person und das Leitungsteam müssen bei der Durchführung der Aktivität anwesend sein.

4.7 Bei Gruppen mit Kindern unter 3 Jahren ist Folgendes vorzusehen:
a) Bei jeder Aktivität muss mindestens ein volljähriger Gruppenleiter für je acht Teilnehmer und ein weiterer Gruppenleiter für eine Anzahl unter acht Teilnehmer anwesend sein, unbeschadet der Bestimmungen aus Absatz 6 dieses Artikels.
Wenn das Ergebnis der Berechnung der Verhältnisse, die der vorige Paragraph vorsieht, ein einziger Gruppenleiter ist, muss unbedingt ein weiterer Gruppenleiter anwesend sein.
b) 100% der teilnehmenden Gruppenleiter, die zur Erfüllung der im vorigen Absatz festgelegten Proportion erforderlich sind, müssen im Offiziellen Verzeichnis der Arbeitnehmer für freizeitpädagogische Aktivitäten der Generaldirektion für Jugend im Bereich BetreuerIn oder LeiterIn für freizeitpädagogische Aktivitäten für Kinder und Jugendliche eingetragen sein. Zugelassen sind auch Berufstitel wie Fachkraft für frühkindliche Bildung und Erziehung, sofern die Anzahl der Mitglieder des Betreuerteams mit diesem Abschluss nicht mehr als 50% der Gruppenleiter gemäß Absatz a) ausmachen.

4.8 Das Personal zur logistischen Unterstützung wird bei der Berechnung der von diesem Artikel festgelegten Verhältnisse nicht berücksichtigt. Zugelassen zum Logistikpersonal sind Personen zwischen 16 und 18 Jahren, sofern diese 2 Jahre älter als der älteste Teilnehmer sind, ihre Anzahl nicht mehr als 10% der Teilnehmer und höchsten 5 Personen ausmacht und ein weiteres Teammitglied zur logistischen Unterstützung volljährig ist.

4.9 Die Mitglieder des Leitungsteams und das Personal zur logistischen Unterstützung, die an Aktivitäten teilnehmen, die durch das Dekret geregelt sind, müssen durch eine Negativbescheinigung vom Zentralregister für Sexualstraftäter nachweisen, dass sie nicht wegen Verbrechen gegen die sexuelle Freiheit und Unversehrtheit rechtskräftig verurteilt worden sind, gemäß den Bestimmungen des Artikels 13.5 des Gesetzes 1/1996 vom 15. Januar über den rechtlichen Schutz von Minderjährigen oder ersetzende Verordnung.



Artikel 5
Versicherung
5.1 Der Veranstalter oder der Betreiber der Aktivität haben für alle Teilnehmer eine Unfallversicherung mit folgender Deckung abzuschließen: Bei Ausgaben im Gesundheitswesen mindestens 6.000 Euro; im Todesfall mindestens 5.000 Euro, und bei dauerhafter Invalidität mindestens 6.500 Euro. Im Falle des Todes einer Person unter 14 Jahren dient die Versicherung zur Deckung der Bestattungskosten.

5.2 Der Veranstalter oder der Betreiber hat eine Haftpflichtversicherung abzuschließen, um die Risiken bei der Durchführung der Aktivität mit einem Entschädigungsanspruch von mindestens 300.000 Euro pro Opfer und 1.200.000 Euro pro Schadensfall zu decken.

5.3 Sollte der Veranstalter oder Betreiber einem Verband angehören oder Teil einer Bewegung oder Vereins sein, können diese Verbände, Bewegungen oder Vereine die unter Absatz 5.1 und 5.2 vorgesehenen Versicherungen abschließen.

5.4 Im Fall der Sportgruppen, Sportcamps und Sporttouren wird die Versicherungspflicht durch das Dekret 56/2003 vom 20. Februar über sportliche Aktivitäten in der Natur geregelt, und durch das Dekret 58/2010 vom 4. Mai der Sportvereine Kataloniens.



Artikel 6
Aktivitäten in der Natur
6.1 Unbeschadet der speziellen Vorschriften jeder Gemeinde, haben die durch dieses Dekret geregelten Aktivitäten, die in freier Natur ausgeübt werden, sich an die jeweils geltenden Umweltschutzbestimmungen zu halten.

6.2 Wenn die im Dekret vorgesehenen Aktivitäten in Naturschutzgebieten ausgeübt werden, laut Naturraumgesetz 12/1985 vom 13. Juni in Gebieten, die zum Förderplan für Naturschutzgebiete in Katalonien (PEIN) gehören, in nationalen Jagdreservaten, in kontrollierten Jagdgebieten oder in Naturreservaten und Schutzgebieten für Wildtiere, sind auch die im jeweiligen Schutzgebiet geltenden Vorschriften einzuhalten und die entsprechenden Genehmigungen bei der zuständigen Verwaltungsstelle einzuholen.

6.3 Wenn die den Gegenstand dieses Dekrets bildenden Aktivitäten in Waldgebieten ausgeübt werden, sind außerdem die jeweils geltenden gesetzlichen Vorschriften zur Waldbrandverhütung einzuhalten.



Artikel 7
Zeltlager für Kinder und Jugendliche
7.1 Zeltlager für Kinder und Jugendliche, die außerhalb einer von einer zuständigen Stelle ordnungsgemäß genehmigten Anlage oder einem solchen Zeltplatz durchgeführt werden, müssen:
a) Außerhalb von "Rambles" (ausgetrockneten Betten von Wasserläufen), trockenen Fluss- oder Bachbetten und leicht überschwemmbarem Gelände, und an dem Erdrutsche entstehen können, liegen.
b) Außerhalb von Geländen liegen, die aufgrund ihrer Nähe zu Hochspannungsleitungen, Industrieanlagen, gesundheitsschädlichen Anlagen oder aus irgendeinem anderen Grund gefährlich sind.
c) Mehr als 100 m von Verkehrswegen aller Art entfernt sein. Diese Entfernung bezieht sich auf die Strecke zwischen dem Zeltlager und dem Verkehrsweg.
d) In der Nähe eines Alternativweges sein, der im Falle eines Waldbrandes die Evakuierung ermöglicht.

7.2 Zeltlager müssen außerdem über Folgendes verfügen:
a) Die schriftliche Genehmigung vom Eigentümer des Ortes an dem das Zeltlager durchgeführt wird, oder von einer von diesem autorisierten Person.
b) Eine Kopie des Schriftstücks, mit dem die Gemeinde- oder, falls erforderlich, die Bezirksverwaltung des Ortes, wo die Aktivität stattfindet, über die Durchführung dieser Aktivität informiert wird.
c) In Era Val d'Aran ist neben den in Absatz b) beschriebenen Mitteilungen auch der Generalrat von Aran als Leitungsorgan der Naturschutz- und kontrollierten Jagdgebiete zu informieren.
d) Ein vom Eigentümer des betreffenden Grundstücks angefertigtes Notfallprotokoll, oder falls dies nicht möglich ist, ein vom Veranstalter der Aktivität entsprechend dem Durchführungsort, der Anzahl von Tagen und der Teilnehmerzahl ausgearbeiteter Notfallplan, in dem wenigstens das Warnsystem sowie der Evakuierungsplan und sonstige anzuwendende Schutzmaßnahmen angegeben ist, und wie Informationen über Risikosituationen erhoben werden.



Artikel 8
Einrichtungen
8.1 Aktivitäten mit Übernachtung müssen in Einrichtungen erfolgen, die im Verzeichnis der Einrichtungen für Aktivitäten mit Kindern und Jugendlichen eingetragen sind.

8.2 Ausgeschlossen von den im vorigen Absatz aufgeführten Vorschriften sind die folgenden Aktivitäten:
a) Touren oder sonstige Aktivitäten, bei denen im Freien, in Zelten o.ä. übernachtet wird.
b) Arbeitscamps, die aufgrund ihrer Merkmale oder aufgrund ihres im sozialen Interesse des Projektes begründeten Standortes, die Übernachtung in provisorischen, festen oder mobilen Anlagen organisieren müssen, die keine Campingzelte oder Ähnliches sind, oder in bereits bestehenden Gebäuden oder Bauten mit einer anderen Zweckbestimmung als der Unterkunftsgewährung.

8.3 Bei Arbeitscamps, Ferienspielen, Sportgruppen, Touren und Sporttouren müssen die Veranstalter und Betreiber angemessene sanitäre Einrichtungen zur Sicherung der Hygiene garantieren und entsprechende Sicherheitsvorkehrungen zur Gewährleistung der körperlichen Unversehrtheit der Teilnehmer während der Aktivität treffen.



Artikel 9
Gemischte Aktivitäten
Wenn eine der Aktivitäten in ihrem Programm die Durchführung anderer, ebenfalls hier geregelter Aktivitäten beinhaltet, müssen jeweils die Bestimmungen dieses Dekrets erfüllt werden, die spezifisch auf die jeweilige Aktivität anwendbar sind.



Artikel 10
Anmeldung der Tätigkeit
10.1 Die Durchführung von Aktivitäten, die durch dieses Dekret geregelt sind und deren Dauer zwei oder mehr aufeinanderfolgende Nächte umfasst, ist bei dem für Jugendangelegenheiten zuständigen Ministeriums anzumelden.
Eine Anmeldung der Aktivität ist erforderlich, wenn sie vier oder mehr aufeinanderfolgende Tage dauert, auch wenn sie durch das Wochenende unterbrochen wird.

10.2 Ist die Dauer bei den Ferienspielen und Sportgruppen länger als eine Woche, können sie als mehrere unabhängige Aktivitäten mit einer Mindestdauer von jeweils einer Woche angemeldet werden.

10.3 Die Anmeldungen sollten vorzugsweise auf elektronischem Weg über den Bereich Formalitäten auf der Webseite der Generalitat de Catalunya, auf der Webseite der Generalitat de Catalunya und des Canal Empresa erfolgen, unbeschadet dessen, dass laut Artikel 25 des Gesetzes 26/2010 vom 3. August zur rechtlichen und verfahrenstechnischen Regelung der öffentlichen Verwaltungen in Katalonien auch andere Formen der Anmeldung verwendet werden können.

Das Standard-Anmeldeformular sollte auf der Webseite des für Jugendangelegenheiten zuständigen Ministeriums, im Bereich Formalitäten auf der Webseite der Generalitat de Catalunya und auf der Webseite des Canal Empresa zur Verfügung stehen.

Das Formular sollte mindestens folgende Angaben enthalten:
a) Art der Aktivität.
b) Identifikation und Zugehörigkeit des Veranstalters und Betreibers.
c) Termine und Ort der Aktivität.
d) Name und Alter der Teilnehmer.
e) Vor- und Nachname, Personalausweisnummer, Alter, und falls erforderlich, Berufstitel aller Personen des Leitungsteams.
f) Kontakttelefon der für die Aktivität verantwortlichen Person.
g) Handynummer für Notfälle während der Aktivität.

10.4 Auf elektronischem Weg hat die Anmeldung spätestens sieben Tage vor Beginn der Aktivität zu erfolgen, oder 20 Tage bei persönlicher Anmeldung in einem offiziellen Verzeichnis.

10.5 Jede nachträgliche Änderung oder Annullierung der Daten nach der Anmeldung der Aktivität muss dem für Jugendangelegenheiten zuständigen Ministerium vor Beginn der Aktivität mitgeteilt werden, es sei denn, außergewöhnliche Umstände rechtfertigen, dass dies vor dem Ende der Aktivität erfolgt. Nach Beendigung der Aktivität können die gemeldeten Daten nicht mehr geändert werden.

10.6 Das für Jugendangelegenheiten zuständige Ministerium muss die erhaltenen Daten elektronisch dem katalanischen Sportrat, den lokalen Körperschaften, dem Generalrat von Aran und den übrigen für Sicherheit, Notfälle und Gesundheit zuständigen Ministerien der Generalitat übermitteln, um die Koordination und die Einhaltung ihrer jeweiligen Zuständigkeiten zu erleichtern.



Artikel 11
Verpflichtungen der für die Aktivität verantwortlichen Person
Die für die Aktivität verantwortliche Person ist verpflichtet:
a) Die Einhaltung der in diesem Dekret enthaltenen Vorschriften durchzusetzen und sie selbst einzuhalten.
b) Zu überwachen, dass die Aktivität angemeldet wird, wenn dies obligatorisch ist, und falls erforderlich, dem für Jugendangelegenheiten zuständigen Ministerium vor Beginn der Aktivität deren Annullierung oder Änderungen, die nach der Anmeldung erfolgten, mitzuteilen.
c) Überprüfungen und Kontrollen der Aktivität durch das damit beauftragte, ordnungsgemäß ausgewiesene Personal zu erleichtern.
d) Die Ausführung des Programms der Aktivität zu gewährleisten.
e) Zu überwachen, dass die Aktivitäten unter den erforderlichen Sicherheits-, Gesundheits- und Hygienebedingungen durchgeführt werden.
f) Dafür Sorge zu tragen, dass die Teilnehmer das Eigentum, die Einrichtungen und die Natur am Durchführungsort der Aktivität respektieren und ausreichende Kontrollen zu errichten, um jedes Risiko eines Waldbrandes zu vermeiden.
g) Zu gewährleisten, dass die Teilnehmer der Aktivität das vorgesehene Notfallprotokoll und die Durchführung der entsprechenden Maßnahmen in Not- oder Risikosituationen kennen, insbesondere das Warnsystem und die anzuwendenden Schutzmaßnahmen.
h) Die Einhaltung der geltenden Vorschriften zur Vorbeugung gegen Alkohol- und Nikotinmissbrauch sowie jeder anderen Substanz, die zu Abhängigkeit führen kann, durchzusetzen.
i) Darüber zu wachen, dass die im Programm enthaltenen Aktivitäten, mit deren Organisation und Durchführung eventuell ein darauf spezialisiertes Unternehmen beauftragt wurde, die entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen einhalten.



Artikel 12
Obligatorische Dokumente bei der Durchführung der Aktivität
12.1 Während der Durchführung der Aktivität hat die verantwortliche Person obligatorisch über folgende Dokumente zu verfügen:
a) Das allgemeine Programm der Aktivität unter Angabe der Ziele, mit Zeitplan, vorgesehenen Anfangs- und Endzeiten, Tagesplanung oder Übersicht der genauen Aktivitäten.
b) Von allen minderjährigen Teilnehmern die entsprechende vom jeweiligen Erziehungsberechtigten, Vormund oder einer Person, die die Funktion eines Vormunds ausübt, unterzeichnete Genehmigung zur Teilnahme an der Aktivität.
c) Vom Vater, der Mutter, Betreuer oder Vormund unterzeichnete Gesundheitsinformation jedes minderjährigen Teilnehmers, in der eventuelle körperliche oder psychische Behinderungen, chronische Erkrankungen, einzunehmende Medikamente oder eine eventuell notwendige Spezialkost unter Angabe von Mengen und Zeiten, der aktuelle Impfstatus sowie jede andere für notwendig erachtete Information anzugeben ist.
d) Eine alphabetische Liste mit den Namen, Adressen und Telefonnummern aller Teilnehmer an der Aktivität; Kinder, Jugendliche, Mitglieder des Leitungsteams und Personal zur logistischen Unterstützung.
e) Die Sozialversicherungskarte oder ein anderes Dokument, aus dem das Recht auf Sozialversicherungsleistung oder gegebenenfalls private Krankenversicherung hervorgeht, und zwar von jedem Teilnehmer an der Aktivität.
f) Nachweis für den Abschluss einer Versicherung mit den nach Artikel 5 geforderten Deckungssummen.
g) Bei Aktivitäten, die laut Artikel 10.1 angemeldet werden müssen, hat die verantwortliche Person neben den vorgenannten Dokumenten über Folgendes zu verfügen:
Kopie der Anmeldung der Aktivität.
Nachweis, dass die für die Aktivität verantwortliche Person und die Gruppenleiter in den in Artikel 4.3 und 4.5 vorgesehenen Verzeichnissen eingetragen sind.

12.2 Die Anmeldungen, Genehmigungen zur Teilnahme und Gesundheitsinformation können auf elektronischem Weg eingereicht werden.



Artikel 13
Verletzung von Pflichten
Die Verantwortung für die Einhaltung der Verpflichtungen aus den Artikeln 11 und 12 liegt bei der für die Aktivität verantwortlichen Person und zweitrangig beim Veranstalter und dem Betreiber.



Artikel 14
Beratung, Prüfung und Kontrolle
14.1 Es obliegt dem für Jugendangelegenheiten zuständigen Ministerium die Erfüllung dieses Dekrets zu überprüfen, die Veranstalter und Betreiber zu beraten und die entsprechenden Prüfungen und Kontrollbesuche durchzuführen, um die pädagogische Qualität der Aktivitäten sicherzustellen und für die Sicherheit der Teilnehmer zu sorgen.

14.2 Auch der katalanische Sportrat kann die Sportgruppen, Sportcamps oder Sporttouren in Ausübung seiner Befugnisse besuchen, die Erfüllung der entsprechenden Vorschrift prüfen und die Veranstalter und Betreiber beraten.

14.3 Das für Jugendangelegenheiten zuständige Ministerium und der katalanische Sportrat haben auch dafür zu sorgen, dass die Aktivitäten bildungspolitische Maßnahmen zur Werteerziehung hinsichtlich Gemeinschaftserziehung, Menschenrechte, sozialen Zusammenhalts, der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau, sowie der Nichtdiskriminierung jedweder persönlicher oder sozialer Bedingungen und Umstände unterstützen.



Artikel 15
Sportanlagen
Wenn die Sportcamps und Sportgruppen in Sportanlagen stattfinden, müssen diese in der vom katalanischen Sportrat betriebenen Liste der Sportanlagen angemeldet sein.



Artikel 16 Barrierefreiheit
16.1 Sollten an den durch dieses Dekret geregelten Aktivitäten behinderte Personen teilnehmen, hat der Veranstalter vor Beginn der Aktivität jeden Fall zu prüfen, um ggf. die Aufteilung des Leitungsteams anzupassen und eventuell zusätzliche Unterstützung anzufordern.

16.2 Die Veranstalter und Betreiber der durch dieses Dekret geregelten Aktivitäten sollten schrittweise eine ausreichende Zugänglichkeit zur Kommunikation gewährleisten, damit Personen mit physischen, sensorischen und geistigen Behinderungen diese verstehen, Spaß daran haben und teilnehmen können.


Artikel 17
Schutz personenbezogener Daten
Persönliche Daten sind im Einvernehmen mit dem Gesetz 15/1999 vom 13. Dezember über den Schutz personenbezogener Daten zu behandeln.

Zusatzbestimmungen

Anwendbarkeit der arbeitsrechtlichen Bestimmungen und der Regelung der Freiwilligentätigkeit

Die im Dekret vorgesehenen Verpflichtungen, Versicherungen und Kontrollmaßnahmen verstehen sich unbeschadet der in den arbeitsrechtlichen Bestimmungen und der Regelung der Freiwilligentätigkeit festgelegten Pflichten und Kontrollen, wenn die Beziehung der Verantwortlichen und Gruppenleiter der Aktivitäten zum Veranstalter und zum Betreiber so geartet ist oder aus einer ehrenamtlichen Beziehung hervorgeht.

Übergangsbestimmung

Gültige Titel für Fachkräfte in freizeitpädagogischen Aktivitäten für Kinder und Jugendliche bis zur Einrichtung des Offiziellen Verzeichnisses der Arbeitnehmer für freizeitpädagogische Aktivitäten von Katalonien.

Solange das Offizielle Verzeichnis der Arbeitnehmer für freizeitpädagogische Aktivitäten von Katalonien nicht eingerichtet ist, werden die folgenden Titel für Arbeitnehmer für freizeitpädagogische Aktivitäten in der Modalität BetreuerIn (monitor) bei freizeitpädagogischen Aktivitäten anerkannt:

Zeugnis als Betreuer bei Freizeitaktivitäten für Kinder und Jugendliche.
Berufsnachweis als Leiter von freizeitpädagogischen Aktivitäten für Kinder und Jugendliche.

Ein Titel aus dem Bildungssystem, der komplett die Qualifikation als Leiter von freizeitpädagogischen Aktivitäten für Kinder und Jugendliche beinhaltet.

Solange das Offizielle Verzeichnis der Arbeitnehmer für freizeitpädagogische Aktivitäten von Katalonien nicht eingerichtet ist, werden die folgenden Titel für Arbeitnehmer für freizeitpädagogische Aktivitäten in der Modalität Leiter (director) bei freizeitpädagogischen Aktivitäten anerkannt:

Zeugnis als LeiterIn bei Freizeitaktivitäten für Kinder und Jugendliche.

Titel einer Fachkraft höheren Grades (tècnic/a superior) in soziokultureller Animation und Tourismus.

Berufsnachweis als LeiterIn und KoordinatorIn von freizeitpädagogischen Aktivitäten für Kinder und Jugendliche.

Ein Titel aus dem Bildungssystem, der komplett die Qualifikation als LeiterIn und KoordinatorIn von freizeitpädagogischen Aktivitäten für Kinder und Jugendliche beinhaltet.

Im Sinne des Artikels 12.1.g) muss die für die Aktivität verantwortliche Person Dokumente oder Zeugnisse besitzen, die die in der Übergangsbestimmung vorgesehenen Ausbildungen nachweisen.


Aufhebungsbestimmung

Das Dekret 137/2003 vom 10. Juli über die Regelung freizeitpädagogischer Aktivitäten, an denen Jugendliche unter 18 Jahren teilnehmen, wird hiermit aufgehoben.


Schlussbestimmungen
–1 Aktualisierung der von diesem Dekret festgelegten Versicherungsbeträge
Die leitende Person im für Jugendangelegenheiten zuständigen Ministerium wird befähigt, die in Artikel 5 festgelegten Versicherungssummen durch Erlass zu aktualisieren.

–2 Offizielles Verzeichnis der Arbeitnehmer für freizeitpädagogische Aktivitäten
Das im Dekret vorgesehene Offizielle Verzeichnis der Arbeitnehmer für freizeitpädagogische Aktivitäten ist durch einen Erlass der leitenden Person im für Jugendangelegenheiten zuständigen Ministerium, dem es zugewiesen wird, zu regeln.

–3 Inkrafttreten
Dieses Dekret tritt am 1. November 2016 in Kraft.

Barcelona, 5. Juli 2016

Carles Puigdemont i Casamajó
Präsident der Regierung von Katalonien

Dolors Bassa i Coll
Ministerin für Arbeit, Soziales und Familie


(16.187.077) 

Data d'actualització: 08.02.2017